Projekte

Nachhaltige Mobilität

MühlFerdl Logo

Das Thema „Energiewende“ wird oft am Strom als Energieform festgemacht. Dabei wird dem Umstand, dass eigentlich der Verkehr der größte Energieverbraucher – und somit größter Emittent von Treibhausgasemissionen ist – viel zu wenig Beachtung geschenkt. Hinzu kommt, dass der Energieverbrauch im Verkehr in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist: Seit dem Jahr 1990 haben wir einen Anstieg um 60 % zu verzeichnen.


Ein nachhaltiger, emissionsarmer Verkehr ist daher ein wichtiger Bereich für eine ländlich zersiedelte Region wie den Bezirk Freistadt, wo oftmals der eigene PKW das Hauptfortbewegungsmittel ist. Durch die Arbeit des EBF konnte der Anteil an E-Autos seit 2016 mehr als verdreifacht werden! Zudem zeigt der EBF mit diversen Projekten alternative Möglichkeiten zur Mobilität auf – dieses Jahr liegt der Schwerpunkt auf dem Thema Elektromobilität!

Mühlferdl

Ende 2016 startete das Projekt „Mühlferdl“: In Kooperation mit den Projektpartnern KEM Donau Böhmerwald, KEM uwe – Uhrfahr West sowie KEM Sterngartl-Gusental wurden 12 Carsharing-E-Autos bereitgestellt, die von derzeit 140 Personen genutzt werden. Dadurch tritt der Besitz eines eigenen PKW in den Hintergrund, Mobilität geht damit mehr in Richtung einer Dienstleistung.


Insgesamt sind derzeit 18 „Ferdln“ im Mühlviertel unterwegs. Weitere Standorte sowie eine kontinuierliche Erweiterung des Angebots sind in Planung!


Projektpartner: KEM Donau Böhmerwald, Kem uwe – Urfahr West, KEM Sterngartl-Gusental

Weitere Infos: www.muehlferdl.at

E-Youth: Elektromobilität nimmt bei der Jugend Fahrt auf

Schon im Rahmen der Führerscheinausbildung erhalten Jugendliche eine Stunde lang viele wertvolle Informationen rund um das Thema Elektromobilität. Darüber hinaus wird ihnen die Möglichkeit geboten, die Perfektionsfahrten an der Fahrschule im Zuge der Mehrphasenausbildung mit einem E-Auto zu absolvieren. Interessierte Führerscheinneulinge können zudem eine Mühlferdl-Mitgliedschaft zum vergünstigten Tarif von 99 € statt 360 € für ein ganzes Jahr erwerben – da es sich dabei um eine Familienmitgliedschaft handelt, profitiert die gesamte Familie von der Nutzung des E-Autos!


Diese Services werden durch Kooperationen mit der Fahrschule Donauland, Fahrschule Auböck, Fahrschule Mayr, Fahrschule Stumpfl, dem EMC-Elektromobilitätsclub Österreich sowie der Linz AG ermöglicht.


Projektpartner: Fahrschule Donauland, Fahrschule Auböck, Fahrschule Mayr, Fahrschule Stumpfl, EMC- Elektromobilitätsclub Österreich, Linz AG

Elektromobilitätsoffensive bei Unternehmen der Modellregion

Nach dem großen Erfolg unserer E-Auto-Testwochen für Privatpersonen gibt es zur Zeit eine Info-Offensive für Betriebe und Unternehmen in der KEM Freistadt. Im Rahmen von jeweils 4 Veranstaltungen in den Leaderregionen Mühlviertler Alm und Mühlviertler Kernland wird über die allgemeinen Vorteile der Elektromobilität, insbesondere aber auch die steuerlichen Vorteile, die sich dadurch für Betriebe ergeben, informiert. Im Vorfeld der Veranstaltungen werden auch Testfahrten mit E-Autos angeboten – durch diese Maßnahmen soll eine signifikante Erhöhung des Anteils an E-Autos in Betrieben erzielt werden.


Dieses Projekt kann durch eine Kooperation mit der Wirtschaftskammer Freistadt sowie mit den regionalen Autohändlern angeboten werden!


Projektpartner: Wirtschaftskammer Freistadt, regionale Autohändler

Umsatteln

Mitglieder des Vereins Energie Pregarten und der restlichen RUF-Gemeinden haben sich zur überparteilichen Initiative „Umsatteln“ zusammengeschlossen. Die Gruppe möchte verstärkt auf die Problematik der immer stärkeren Autobenutzung auch für kurze Strecken hinweisen. Man möchte damit die sanfte Mobilität fördern und die Menschen dazu anregen, für Fahrten von bis zu 5 Kilometern das Rad oder E-Bike anstelle des Autos zu nutzen.


In Rahmen eines aktuellen Leaderprojekts der Leaderregion Mühlviertler Kernland und des Vereins Energie Pregarten sollen Austauschtreffen mit Städten in den Niederlanden und Dänemark organisiert werden, damit unsere Region von den dortigen Vorzeigestädten lernen kann!


Projektpartner: LEADER Mühlviertler Kernland, Verein Energie Pregarten

Klima und Energiemodellregion

Klima und Energiemodellregion Logo

Als eine von derzeit 91 Klima- und Energiemodellregionen (KEM) zielt die KEM Freistadt darauf ab, durch eine Hebung des Informationsniveaus in Sachen Klimaschutz- und Energiethemen einen Wandel herbeizuführen: BürgerInnen, UnternehmerInnen, Kommunen und MeinungsbildnerInnen sollen so verstärkt zur Nutzung erneuerbarer Energieformen sowie Energieeffizienzmaßnahmen und nachhaltiger Mobilität bewegt werden. Das Projekt läuft seit 2010 und befindet sich zur Zeit in der zweiten Weiterführungsphase, die bis Ende 2018 läuft.


 Die Region ist im Bereich Klima- und Energieinitiativen seit Längerem aktiv und verfügt bereits über ein Netz besonders energieinteressierter BürgerInnen. Mit ihnen gilt es die Umsetzung konkreter Energieprojekte auf Basis erneuerbarer Energien kontinuierlich voranzutreiben. Mit Helios und dem Projekt Mühlferdl konnten bereits über die Landesgrenzen hinaus beachtete Projekte umgesetzt werden. 

[Ing. Norbert Miesenberger, Geschäftsführer des Energiebezirks Freistadt]

Ziele

  • Realisierung weiterer Ökoenergieprojekte und Ansprechen weiterer privater Investoren
  • Sichtbarmachung der Erfolge, die die Maßnahmen der KEM bereits gebracht haben
  • Sensibilisierung junger Menschen für Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsthemen
  • Realisierung weiterer Carsharing-Modelle in ländlichen Gemeinden
  • Erhöhung des E-Mobilitätsanteils in der KEM
  • Verankerung des Themas „Lifestyle“ und dessen Auswirkung auf Energie- und Ressourcenverbrauch in der KEM

Bereits durchgeführte Maßnahmen

  • Aufbau von Energiegruppen in beinahe jeder Gemeinde der KEM
  • Etablierung eines Energiebewusstseins-Bildungsprogrammes für regionale EntscheidungsträgerInnen und BürgerInnen in der KEM sowie Erstellung von regelmäßig erscheinenden „Energieblicken“ in den Gemeinden
  • Durchführung von mehreren Symposien zu Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsthemen im Rahmen des Zukunftsforums Windhaag
  • Errichtung und Betrieb des größten Sonnenkraftwerks Österreichs über das KEM-eigene Tochterunternehmen Helios Sonnenstrom GmbH und Finanzierung über ein Bürgerbeteiligungsmodell auf Darlehensbasis
  • Unterstützung der KEM-Gemeinden bei der Realisierung von Ökoenergieprojekten sowie Mustersanierungen bei öffentlichen Gebäuden
  • Mühlferdl – das E-Carsharing-Projekt im Mühlviertel mit bislang 12 bereitgestellten Autos

Geplante Maßnahmen

  • Durchführung von Energieberatungen in Betrieben und Gemeinden
  • Professionalisierung der Arbeit der Energiegruppen durch regelmäßige Teilnahme an deren Sitzungen sowie Abstimmung mit den Aktivitäten der KEM
  • Fortführung der in der Praxis etablierten Bewusstseinsbildungsangebote – wie etwa Hausbauseminare, Hausbauexkursionen und Fachexkursionen sowie Durchführung von „Bürgermeister-Frühstücken“ zum Thema Energie und Organisation von Treffen für die Amtsleiterinnen der KEM
  • Unterstützung der KEM-Gemeinden bei der Entwicklung von „Otelo-Standorten“ und damit verbunden der Beschäftigung mit den Themen „Lifestyle – Lebens – Werte – Leben“

Klimawandel-Anpassungsmodellregion

Klimawandel-Anpassungsmodellregion Logo

Der Energiebezirk Freistadt ist eine von 20 Klimawandelanpassungsmodellregionen und befindet sich derzeit in der 2-jährigen Umsetzungsphase von 10 gezielt dafür ausgearbeiteten Projekten.


 Bei der aktuell anhaltenden Hitze frisst der Borkenkäfer wieder unsere Wälder auf. Wir haben akuten Handlungsbedarf! 

[Alfred Klepatsch, Obmann des Energiebezirk Freistadt]


Die Teilnahme am KLAR!-Programm des Klimafonds ermöglicht die Vernetzung der in der Region in diesem Themenkomplex aktiven Personen und Institutionen. Zudem trägt das Programm zur Stärkung des Bewusstseins für Klimawandelanpassungsmaßnahmen in der Region bei und koordiniert zusätzliche Maßnahmen. Mit dem Programm „Klima- und Energiemodellregionen“ (KEM) konnte Freistadt bereits zahlreiche positive Erfahrungen sammeln – viele weitere sollen durch das KLAR!-Programm ermöglicht werden!

Ziele

  • Steigerung des Bewusstseins für Klimawandelanpassungsmaßnahmen in der Region
  • Verstärkter Fokus auf standortgerechte und klimaverträgliche Forstpflanzen bei Aufforstung nach Borkenkäferbefall
  • Intensive Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex Klimaschutz und Klimawandelanpassung in der Landwirtschaft und dadurch Forcierung klimaverträglicherer Bewirtschaftungsmethoden
  • Zusammenführung der Arbeiten und Überlegungen des Hochwasserschutzverbandes Aist und der Initiative für einen nachhaltigen Hochwasserschutz sowie Durchführung weiterer Hochwasserschutzmaßnahmen
  • Verstärkte Beachtung des Themas Hangwasser-Sicherung in den örtlichen Entwicklungskonzepten und in der Raumordnung der Gemeinden

Bereits durchgeführte Maßnahmen

  • Meinungsbildungsmaßnahmen zum Themenbereich Klimawandelanpassung
  • Klimasymposium in Windhaag
  • Ausarbeitung eines Anpassungskonzeptes für die Region Freistadt mit zehn konkreten Arbeitsprojekten

Geplante Maßnahmen

  • Meinungsbildung und Exkursionen zur Schaffung stabiler Mischwälder in der Region und zum Eindämmen der Borkenkäferproblematik
  • Installation von Himmelsteichen zum lokalen Hochwasserschutz und zur Schaffung kleinteiliger Lebensräume
  • Mit dem Klimaerlebnisweg soll ein Angebot zur Meinungsbildung in der Natur geschaffen werden
  • Alles KLAR! In der Schule: intensive Beschäftigung mit dem Thema Klimawandel im Unterricht (Bearbeitung in verschiedenen Fächern)
  • Trinkwasser – quo vadis? - Analyse und Bewusstseinsbildung zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser: Trinkwasser soll als wichtiges Lebensmittel im Bewusstsein verankert werden, das nicht selbstverständlich ist

Weitere Projekte

CHANGE Klimaausstellung

Die Ausstellung „Change – LebensWerte im KlimaWandel“ wurde vom Klimabündnis Oberösterreich und der Klimarettung entwickelt und ist nun exklusiv ab 29. April 2018 im Green Belt Center in Windhaag bei Freistadt zu besuchen.


Im Rahmen des Programms „Interreg Österreich – Tschechische Republik“ wurde die Ausstellung zweisprachig aufbereitet. Gemeinsam mit dem Energy Centre Budweis (ECCB) wird die Ausstellung von 29.04.2018 bis 28.10.2018 in Windhaag bei Freistadt und von Ende November 2018 bis Anfang Mai 2019 in Budweis betreut.


Bei der Reise durch die Ausstellung kann an verschiedenen Stationen spielerisch der eigene CO2-Fußabdruck errechnet werden. Neben den Bereichen Lifestyle, Konsum, Mobilität und Wohnen runden informative Videos über den Klimawandel und das Thema Klimagerechtigkeit die Ausstellung ab. Zusätzlich bietet das Green Belt Center weitere interessante Ausstellungen an – nähere Informationen dazu finden Sie unter www.greenbeltcenter.eu.


Anmeldung zur Ausstellung bitte unter +43 7943 61 383

Klimaschulen

An dem Programm „Klimaschulen“ des Klima- und Energiefonds können sich alle Klima- und Energiemodellregionen und deren Schulen beteiligen. Ziel ist die Durchführung von Projekten mit Schülerinnen und Schülern, um ein Bewusstsein für die Herausforderungen des Klimawandels zu schaffen. Das Programm zielt auf die möglichst intensive und insbesondere auch langfristige Sensibilisierung von SchülerInnen sowie LehrerInnen und DirektorInnen für die nachhaltige Auseinandersetzung mit Klima- und Energiefragen durch die Umsetzung von Klimaschulen-Projekten ab.


Der Energiebezirk Freistadt hat bereits viermal erfolgreich an dem Programm teilgenommen und bereitet gerade die Einreichung für die nächste Projektperiode vor. Es konnten bereits 15 Projekte in 8 Gemeinden und 12 Schulen realisiert werden – die Rückmeldungen der LehrerInnen und SchülerInnen sind durchwegs sehr positiv ausgefallen!


Aktuell teilnehmende Schulen:

  • VS Neumarkt i.M.
  • NMS St.Leonhard
  • NMS Rainbach


Weitere Informationen unter: 

http://klimaschulen.at/

Mustersanierung

Für das Programm der Mustersanierung konnten beim Klima- und Energiefonds bereits zwei Projekte vom Bezirk Freistadt eingebracht werden: Die Sanierung des Schulzentrums in Rainbach ist bereits abgeschlossen – viele Einsparungen konnten dabei erzielt werden und die allgemeine Zufriedenheit mit dem Projektverlauf ist groß. Die Realisierung einer Mustersanierung läuft zur Zeit an der Volksschule in Hirschbach, weitere Projekte sollen folgen!


Weitere Infos: 

Link 1

Link 2

Hausbauseminar

Unser erfolgreiches Hausbauseminar wurde bereits viele Male abgehalten. An drei Abenden werden verschiedene Module von Fachvortragenden präsentiert:

  • Modul 1: Planen – Bauen – Wohnen
  • Modul 2: Haustechnik
  • Modul 3: Baustoffe – Bauphysik – Bauökologie

Um den Teilnehmern in Zukunft noch mehr bieten zu können, wird das Format überarbeitet und soll ab Herbst in neuer Form präsentiert werden – neue Wohnformen und Lebenskonzepte inklusive!